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Preisfrage beim Welpenkauf - Warum Unterschiede?

 
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Andi
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BeitragVerfasst am: 07.08.2010, 15:20    Titel: Preisfrage beim Welpenkauf - Warum Unterschiede? Antworten mit Zitat

Liebe Besucher!
Liebe Mitglieder der Malteserworld.com!

In unserer Community sind alle Willkommen, die Kleinhunde halten, oder sich gerne einen anschaffen möchten. Grundsätzlich geht es uns nicht um Rasse, oder Aussehen - immerhin warten so viele kleine Seelchen auf ein gutes und vorallem artgerechtes zu Hause, nicht wahr?

Zu unseren Mitgliedern zählen natürlich auch renomierte Kleinhundezüchter, die liebevoll helfen, den Welpen gross zu ziehen, jedes Hundebaby hat Stammbaum, Papiere, ist Tierärtzlich versorgt, d.h. entwurmt, geimpft und gechipt. Die Eltern der Babies sind gut ausgesucht, bei bester Gesundheit und nachweislich zur Zucht zugelassen. Sie sind frei von allen Erbkrankheiten, was wiederum bedeutet, dass die Babies nichts in sich tragen können, was ihrer Gesundheit schaden könnte.

Wo wir dem eigentlichen Einstiegsthema schon näher kommen. Dies ist mitunter der Grund, warum beim Züchter ein Hund "viel" Geld kostet.

Wusstet ihr, dass dem Züchter, der nach Vorschrift züchtet nach Verkauf der Welpen kaum bis kein Gewinn bleibt?

Einige werden sich darüber wundern, sind doch Welpen vom Züchter "immens teuer". Nun, das ist leicht erklärt:

Die Zucht kostet viel Geld durch die Tierärztliche Versorgung, Pflege, Haltung und Ernährung der Zuchthündinnen und deren Welpen. Dabei schaut kein/kaum Gewinn raus.

Nun werdet ihr euch fragen: "Zu was machen die sich dann die viele Arbeit?"

Die Antwort ist einfach:

Züchter lieben alle ihre Hunde, sie lieben die Babies, peppeln sie zum Teil alle 2-3 Stunden mit dem Fläschchen auf, wenn es durch die Geburt, oder andere Umstände zu schwach sind um selbst trinken zu können. Pro Hündin, maximal ein Wurf pro Jahr. Die Hündin muss sich nach der Geburt erholen. Von Naturwegen her, könnte sie 2x pro Jahr Babies haben. Die Hündin ist im Frühjahr und Herbst in der "Hitze" d.h., sie könnte gedeckt werden, was ein renomierter Züchter jedoch nie machen würde. Auch wird die Hündin gepäppelt mit speziellem Futter und umsorgt - gehegt und gepflegt. Die Hündin geht mit 5-7 Jahren in "Rente". Sie wird nicht mehr gedeckt, sondern hat ihr liebevolles zu Hause mit anderen Artgenossen bis zum Gang über die Regenbogenbrücke..
Hat die Hündin einen Wurf, steht ihr eine wunderschöne weiche Wurfbox zur Verfügung, wo sie die Babies säugen kann. Manche Züchter haben sogar einen eigenen Raum, nur für Mama und die Welpen. Überall Decken, Bettchen und Kissen. Spielzeug, Wasser, bestes ausgesuchtes Futter und viel Ruhe. Alles ist sauber und gepflegt. Die Babies könnten sonst krank werden.

Alles für die Kleinen, die brave Hundemama und natürlich alles für die Gesundheit.

Züchter wissen zwar, dass sie die Babies hergeben müssen/sollen - weinen aber um jedes einzelne und wollen Kontakt zu den neuen Haltern beibehalten, um zu wissen, wie es ihren "kleinen" geht. Manchmal geht es auch so weit, dass der Züchter nicht alle weg geben mag, oder kann. Ein Grund, warum manche Züchter ein ganzes Rudel an erwachsenen Tieren haben, aber ganz wenige Welpen. Das kommt daher, weil sie so sehr an ihren Babies hängen und auch immer mal wieder welche behalten, weil sie sie einfach nicht weggeben können.

Gleichzeitig freuen sie sich aber, dem neuen Hundehalter solch eine Freude gemacht zu haben. Jeder ist Stolz auf jedes einzelne seiner Welpen! Die Züchter freuen sich also mit dem neuen Hundehalter mit.
Auch wird einem jeder renomierte Züchter sagen, dass, wenn Umstände auftreten sollten, den Hund niemals in ein Tierheim zu geben (oder gar auszusetzen!), sondern wieder zurück zu bringen. Sie werden sich um den Hund bemühen, einen neuen guten Platz zu finden, oder behalten! Sollten Fragen auftauchen, kann man zu jeder Tages und Nachtzeit anrufen und erhält Ratschläge und Hilfe.

Solche Menschen nennt man Züchter. Sie geben die Hundwelpen frühestens mit 10 Wochen an neue Besitzer ab. Die neuen Halter kommen erst zu Besuch, wenn die Babies die Augen und Ohren geöffnet haben und sie immun genug sind, um fremde Bakterien und Viren weg zu stecken. Der Wunschhund kann sich bei diesen mehrfachen besuchen, an die neuen Menschen gewöhnen. Dies nennt man die Prägephase. Der Welpe lernt seine Umgebung mit Tier und Mensch kennen und prägt sich alles ein. Er nimmt seine Umgebung wahr, sozialisiert sich, was sehr wichtig für seine Zukunft als erwachsener "Gesellschaftshund" ist. Der Welpe lernt im Rudel, durch Mutter und Geschwister, was ihn zum Hund macht, wie er sich zu verhalten hat, was gut ist und was schlecht. In dieser Zeit ist auch die Milch der Mutter überlebenswichtig für seinen Organismus, seine Gesundheit.

Auch tut dies der Züchter um sich den künfttigen Halter genau an zu sehen. Sie würden niemals ein Baby an einen Menschen abgeben, bei dem sie "kein gutes Gefühl" haben, oder ihren Welpen nicht gut aufgehoben wissen.

So entsteht also die Bindung und Prägung an das neue Rudelmitglied "Mensch".

Kommt man als Interessent zum Züchter nach Hause (was immer der Fall ist), sieht man genau, wie und wo die Babies leben. Wie die Zuchthündin aussieht und gegebenfalls ist auch der Deckrüde vor Ort.
Der Deckrüde ist darum nicht immer beim Züchter zu Hause auf zu finden, weil dem renomierten Züchter stets daran liegt, die Zuchtlinie zu erweitern, natürlich auch, weil Inzuchten unzulässig sind und kein renomierter Züchter das dulden würde.

Kommen wir nun zu der anderen Spezies "Mensch":

Sie wollen Profit aus dem Verkauf schlagen. Und zwar jede Menge Geld daran verdienen. Das kann nur funktionieren, wenn man:

A - an allem spart, was Hund braucht
B - in einem Land lebt, wo man enorm wenig verdient durch "normale" Arbeit - sprich im Osten.
C - weder Herz, Hirn noch Gefühl in sich trägt - Also findet man diese Spezies
"Mensch" auch hier zu Lande, sprich in Deutschland, Österreich, der Schweiz u.s.w.

Kurz "Vermehrer" genannt.

Die Hunde vegetieren entweder in Ställen (so richtig mit Gittern, wie in Ställen der "Fleischproduktion" von Schweinen, oder auch Rindern), wenn sie Glück haben, gibts auch etwas Stroh. Zu Fressen gibts ab und zu mal Abfälle. Wasser? Selten an zu treffen und wenn, dann weder frisch, noch sauber.
Andere leben in Hinterhöfen, wieder andere hinter nicht einsehbaren Bretterverschlägen, oder Notdürftigen Holzhütten. Diese Hunde werden nicht gepflegt, nicht gestreichelt - sie fristen ihr dasein als Zuchtmaschinen für den "reichen Westen". Die Elterntiere sind zwar Rassetiere, ihre Herkunft ist allerdings zumeist völlig unbekannt. Sie "leben" in ihren eigenen Exkrementen, im Müll und Dreck ihrer "Besitzer". Gesundheitsattest? Fehlanzeige.

Sind die Welpen auf der Welt, gibts weder Entwurmung, noch eine Tierärtliche Untersuchung. Weder für die Mutter, noch für die Kleinen. Nach ein paar Wochen gehts dann auf Reise.

Variante 1 per LKW nach Spanien, Deutschland, Dänemark etc. zu Hundehändlern, die die Kleinen "an den Mann bringen". Die Babies sind zum Teil keine 4 Wochen alt, krank, schwach. Sie sind in Boxen, oder Kartons eingepfärcht - ohne Nahrung und Wasser. Viele der Babies überleben es nicht, überhaupt an zu kommen. Verkauft werden die überlebenden Babies dann entweder aus dem Kofferaum raus, auf gut besuchten Rastplätzen, oder Autobahnparkplätzen - "billig", aber teuer genug um im eigenen Land nicht mehr Arbeiten zu müssen.

Variante 2 wäre im eigenen Land, dort wo viele Urlauber sind, die Kleinen am Markt zu verkaufen. Auch hier, kein Futter, kein Wasser. Der Hitze ausgesetzt, bis ein "unwissender" Tourist kommt, der "spart", oder "sparen will" und sich einen Welpen kauft und mit nimmt.

Variante 3 ist, die Touristen, oder Hundehändler kommen und kaufen "ab Hof" einen viel zu jungen Hund ein. Man sieht jedoch in dem Fall nicht, wie die Hunde "leben" müssen. Die kleinen werden vor die Türe getragen und angepriesen. Man sieht weder die Mutter, noch die "Unterkunft", wo sie raus geholt wurden.

Vermehrer gibt es überall, auch hier zu Lande und in den Nachbarstaaten, im "reichen Wesen", wo man es eigentlich nicht vermutet!

Manche stopfen ihre Hündinen mit Hormonen voll, damit sie das ganze Jahr über Welpen "produzieren". Diese Hundedamen werden nicht alt, was den Vermehrern auch egal ist. Sind die ausgemergelt, werden sie einfach weggeworfen, erschossen ... Die Hündinen "produzieren", so lange es ihr Körper zulässt. Sie gehen nie in Rente, sie "arbeiten - gebären" schlicht und ergreifend bis zum Tode.

Im Fernsehen, in den grössten Tageszeitungen wurde und wird darüber berichtet. Und auch, warum falsch gespart wird. Solche Hunde kosten dem neuen Halter bedeutend mehr Geld, als ein gesunder Welpe beim Züchter gekostet hätte. Warum? Viele der Welpen sind sehr krank. Tierarztbesuche sind sehr teuer. Manche werden darum einfach ausgesetzt, aus "Kostengründen", man findet sie dann angebunden, oder sonst wo...alleine ihrem Schicksal ausgeliefert. Dabei wurden sie doch "gemacht", um dem Menschen Freude zu bereiten, ihn zu begleiten und ihn bedinungslos zu lieben.

Kann, oder darf das sein? Wir sind der Überzeugung - aus vollem Herzen N E I N!

Wir als Hundehalter, Züchter, Ehrenamtliche Mitarbeiter verschiedenster Tierschutzorganisationen, Notunterkunftsstationäre für verstossene, oder kranke Hunde, Vermittler von Hunden und einem Herz, am rechten Fleck wollen auf diesem Wege alle richtig informieren und auch aufklären.
Dieses "produzieren", auf Kosten tausender Welpen muss aufhören! Solange Menschen, diese unschuldigen Geschöpfe aufgrund falscher Tatsachen (Impfpass, Ahnentafel gefälscht u.s.w.), oder Unwissenheit kaufen, werden diese Zuchtfabriken weiter bestehen und es wird weiter qequält!

Dies soll keine Werbung darstellen! Jede Anschaffung eines Hundes muss wohl durchdacht sein. Immerhin lebt der Hund im Schnitt 15 Jahre an unserer Seite und hat Bedürfnisse, kostet Geld und braucht viel Zeit.
Ob Rassehund, oder nicht steht ausser Frage, es warten wie schon weiter oben erwähnt, sehr viele Hunde in Tierheimen auf ein liebevolles zu Hause!

Sollte man sich allerdings für einen Rassehund entscheiden und diesen kaufen wollen - dann BITTE - Macht es richtig!

- Informiert euch vorher telefonisch
- besteht darauf, zumindest die Mutter zu sehen
- seid skeptisch, sollte man euch nicht rein lassen, um zu sehen, wie die Kleinen leben. Ausrede Nr. 1 ist immer, dass umgebaut wird, oder es einen Rohrbruch u.ä. gegeben hätte ... überzeugt euch dennoch, trotzdem.
- kauft keine Welpen aus dem Kofferraum, dem Wochenmarkt, Rastplätzen, Parkplätzen oder sonst wo öffentlich aus einem Pappkarton/Kiste/Käfig.
- auch Inseraten in Zeitungen bitte nur bedingt trauen
- vorsicht, auch Homepages vom "Züchter" können falsche Tatsachen vorspielen. Darum immer die Hunde ansehen, wie sie leben und auch, wie es den bereits erwachsenen geht.


Für Fragen, oder Informationen stehen wir euch gerne in diesem Board mit Rat zur Seite.

Für alles weitere, freuen wir uns, wie immer über neue Mitglieder an Bord unserer Malteserworld!

Lieben Gruss

Andreas
Co-Administrator
Team malteserworld.com

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